Review

Kurt Lanthaler

sein Übersetzer und das Zeitwort
Datum: 11.09.2025
Uhrzeit: 20:00
Ort: Kulturzentrum Mairania 857, Meran
Sprachen: deutsch, italienisch

Die Gesprächsreihe Zeitworte – Parole del tempo des Europäischen Zentrums für Literatur und Übersetzung (ZeLT) macht am 11. September 2025 um 20:00 Uhr im Kulturzentrum Mairania 857 in Meran Station – mit einer besonderen Autor-Übersetzer-Begegnung: Kurt Lanthaler im Gespräch mit Stefano Zangrando.

Der Südtiroler Schriftsteller und sein Übersetzer erkunden in ihrem Dialog literarische Brücken, Identität und Sprachgewänder. Ihre Reflexion zum Zeitwort 2025/26 „Ausschluss – Esclusione“ blickt nicht nur in die Gegenwart, sondern auch auf eine langjährige, von gegenseitigem Vertrauen und Sensibilität geprägte Zusammenarbeit zwischen Autor und Übersetzer.

Es gibt nur wenige Autoren, die so wort- und witzgewandt in die Mehrsprachigkeit Südtirols eintauchen wie Kurt Lanthaler. Mit scharfem Blick durchstreift er die deutschen und italienischen Sprachräume, spürt ihrer geschichtsträchtigen Grammatik nach und findet deren Spuren in Landschaften, Orten, Figuren – bis hin zu Skulpturen und Fassaden. Wenn er zu sprechen beginnt, folgt man der Stimme eines wahren Geschichtenerzählers und dem Gesprächsfluss eines Autors, der fast ohne Unterbrechung von einer Sprache zur nächsten wechselt. 

Eine Herausforderung für das Gegenüber. Eine Herausforderung für seinen Übersetzer und ein großes Vergnügen für die Zuhörer:innen. 

Kurt Lanthaler

geb. 1960 in Bulsan/Bozen/Bolzano, lebt seit 1985 als freischaffender Schriftsteller in Berlin. Romane, Kurzprosa, Lyrik bei den Verlagen Haymon, Diogenes, Alphabeta und Folio. Übersetzte Romane von Peppe Lanzetta und Roberto Alajmo ins Deutsche. Mitglied der GAV Grazer Autorenversammlung und Gründungsmitglied der SAAV.

Stefano Zangrando

Stefano Zangrando (Bozen 1973) ist Übersetzer, Dozent und literarischer Vermittler. Im Jahr 2009 erhielt er die Auszeichnung für neue Talente des Italo-Deutschen Preises für literarische Übersetzung. Sein Roman Fratello minore. Sorte, amori e pagine di Peter B. (Arkadia 2018) war Finalist des Europäischen Literaturpreises und wurde in Deutschland bei Eulenspiegel Verlag (2020) veröffentlicht, übersetzt von Michaela Heissenberger. Er schreibt für verschiedene Medien, darunter il manifesto und salto.bz, und übersetzt unter anderem Werke von Ingo Schulze und Kurt Lanthaler.

Eine Veranstaltung von ZeLT – Europäisches Zentrum für Literatur und Übersetzung, Verlag Alphabeta Edizioni und der Stadtbibliothek Meran.

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