Program

Schicht im Schacht / Pèrzen Underground

Gespräch über eine Erzählung von Kurt Lanthaler im Rahmen von Zeitworte/Parole del Tempo
Datum: 02.10.2026
Uhrzeit: 18:30
Ort: Librika - Stadtbibliothek Bruneck
Sprachen: deutsch, italienisch

Welches Wort bieten wir unserer Gegenwart an? Wie beschreiben, was uns umgibt?

Am 2. Oktober 2026 wird der neue Band der zweisprachigen Publikationsreihe Zeitworte – Parole del tempo in der Stadtbibliotek Bruneck vorgestellt.

Zu Gast ist der Autor Kurt Lanthaler und sein Übersetzer Stefano Zangrando. Ausgehend von Kurt Lanthalers Erzählung „Schicht im Schacht“ und Stefano Zangrandos mit „Pèrzen Underground“ betitelten Übersetzung werden sie Einblick geben in ihre literarische Auseinandersetzung mit dem Zeitwort „Ausschluss – Esclusione“, das für alle Erzählungen im Band ausschlaggebend war. 

Die insgesamt vier Erzählungen des Bandes thematisieren unterschiedliche Formen von Zugehörigkeit und Ausgrenzung und handeln von Menschen, die sich auf unsicherem Terrain bewegen – zwischen Akzeptanz und Verletzlichkeit, Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit. Erinnerungen, Erfahrungen und innere Konflikte prägen diese Prosastücke, die keine einfachen Antworten geben, sondern den Rissen nachspüren, durch die Ausschluss entsteht und zur Gewohnheit werden kann.

Die Reihe versteht die sprachliche und kulturelle Grenze als Raum des Dialogs. Je zwei deutsch- und italienischsprachige Autorinnen und Autoren schreiben zu einem Schlüsselwort der Jetztzeit; die Texte erscheinen in Originalsprache und Übersetzung und eröffnen neue Perspektiven auf unsere geteilte Gegenwart. 

Als erweitertes und biennal stattfindendes Rechercheprojekt lancierten Edizioni Alphabeta Verlag und ZeLT 2025/26 „Zeitworte – Parole del tempo“. Das Projekt will in Form von Lesungen, Gesprächen, Werkstätten und der Publikation literarische Linse, Forum als auch Zeitdokument sein.

Das aktuelle Worttandem „Ausschluss-Esclusione“ wurde im Rahmen eines ZeLTsalon:s am 1. März 2025 von den Autor:innen Kurt Lanthaler, Elvira Mujčić, Sebastiano Mondadori und Marlene Streeruwitz, beraten durch ihre Übersetzer:innen Michaela Heissenberger, Donatella Trevisan, Alma Vallazza und Stefano Zangrando, gefunden. Die Publikation vereint nun die entstandenen Erzählungen in einem deutsch- und einem italienischsprachigen Band.

Zum Autor und Übersetzer:

Kurt Lanthaler, geb. 1960 in Bulsan/Bozen/Bolzano, lebt seit 1985 als freischaffender Schriftsteller in Berlin. Romane, Kurzprosa, Lyrik bei den Verlagen Haymon, Diogenes, Alphabeta und Folio. Übersetzte Romane von Peppe Lanzetta und Roberto Alajmo ins Deutsche. Mitglied der GAV Grazer Autorenversammlung und Gründungsmitglied der SAAV. Zuletzt erschienen: Sete di seta, Handdruck der Offizin S. des Siegfried Höllrigl in der Reihe »101 Gedicht Plakate«, 2024, Vorabbericht in Sachen der Zona Cesarini, Roman, Folio Verlag 2024. In der Übertragung von Stefano Zangrando unter dem Titel Zona Cesarini im Verlag Alphabeta editrice, 2025, Persen/Pergine (AT, Roman) soll 2026/27 erscheinen.

Stefano Zangrando (Bozen 1973) ist Übersetzer, Dozent und literarischer Vermittler. Im Jahr 2009 erhielt er die Auszeichnung für neue Talente des Italo-Deutschen Preises für literarische Übersetzung. Sein Roman Fratello minore. Sorte, amori e pagine di Peter B. (Arkadia 2018) war Finalist des Europäischen Literaturpreises und wurde in Deutschland bei Eulenspiegel Verlag (2020) veröffentlicht, übersetzt von Michaela Heissenberger. Er schreibt für verschiedene Medien, darunter il manifesto und salto.bz, und übersetzt unter anderem Werke von Ingo Schulze und Kurt Lanthaler.

Eine gemeinsame Veranstaltung der LIBRIKA – Stadtbibliothek Bruneck, il Telaio, il comitato di educazione permanente Brunico, Edizioni Alphabeta Verlag und ZeLT. Europäisches Zentrum für Literatur und Übersetzung

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