




{"id":2981,"date":"2022-11-09T12:01:16","date_gmt":"2022-11-09T11:01:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zelt-lab.eu\/?p=2981"},"modified":"2024-08-05T12:08:23","modified_gmt":"2024-08-05T10:08:23","slug":"che-leggendo-si-apra-die-blaue-tuer-der-verse","status":"publish","type":"events","link":"https:\/\/www.zelt-lab.eu\/de\/program\/che-leggendo-si-apra-die-blaue-tuer-der-verse\/","title":{"rendered":"che leggendo si apra DIE BLAUE T\u00dcR DER VERSE"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.zelt-lab.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Bildsujet-740x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3193\" width=\"484\" height=\"670\" srcset=\"https:\/\/www.zelt-lab.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Bildsujet-740x1024.png 740w, https:\/\/www.zelt-lab.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Bildsujet-217x300.png 217w, https:\/\/www.zelt-lab.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Bildsujet-768x1063.png 768w, https:\/\/www.zelt-lab.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Bildsujet.png 941w\" sizes=\"(max-width: 484px) 100vw, 484px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerhard Kofler (*1949 in Bozen, \u2020 2005 in Wien) gilt als einer der wichtigsten Lyriker aus S\u00fcdtirol \u2013 nicht zuletzt deshalb, weil er den Gro\u00dfteil seiner Gedichte in zwei Sprachen verfasst hat. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Wechselspiel zwischen der italienischen und deutschen Fassung seiner Texte entstehen neue Klang- und Bedeutungsm\u00f6glichkeiten, die den Wert von Sprach- und Kulturkontakten sichtbar machen. Von Koflers Liebe f\u00fcr Sprachen, die neue Welten er\u00f6ffnen, zeugen auch seine spanischen, englischen und mundartlichen Gedichte. Gleiches gilt f\u00fcr seine \u00dcbersetzungen (unter anderem von Texten von H.C. Artmann, Ernst Jandl, Friederike Mayr\u00f6cker und dem von ihm sehr gesch\u00e4tzten Umberto Saba).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerhard Kofler wuchs in Brixen in einem mehrsprachigen Umfeld auf: Zum Hochdeutsch der Mutter, dem Wienerischen der Gro\u00dfmutter, dem Dialekt der Schulfreunde gesellte sich das Italienisch der neapolitanischen Nachbarn. Fremden Sprachen und Literaturen anderer L\u00e4nder galt das Interesse des jungen Kofler, der zun\u00e4chst in Innsbruck, dann in Salzburg Germanistik und Romanistik studierte, bis er 1978 nach Wien \u00fcbersiedelte. Als Mitglied und langj\u00e4hriger Generalsekret\u00e4r der Grazer Autorinnen Autorenversammlung, der IG Autorinnen Autoren und der S\u00fcdtiroler Autorinnen- und Autorenvereinigung, als freier Mitarbeiter f\u00fcr ORF und RAI, vor allem aber als Rezensent nahm er ma\u00dfgeblich Einfluss auf das literarische Leben seiner Zeit.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viel zu fr\u00fch, im Herbst 2005, starb Gerhard Kofler in Wien. Was bleibt, ist ein umfassendes lyrisches Werk, das in klaren Sprachbildern zu einer ganz eigenen Poetizit\u00e4t findet. \u00dcber schlichte Szenen aus der Kindheit und dem Alltag, auch \u00fcber seine Leidenschaften \u2013 f\u00fcr die Literatur und Musik, den Fu\u00dfball und Griechenland \u2013 gelangt Kofler zu den gro\u00dfen Fragen der menschlichen Existenz. Die zweisprachigen Texte stehen dabei nur scheinbar getrennt nebeneinander: In Wirklichkeit er\u00f6ffnen sie ein Gespr\u00e4ch und verweisen auf sprachliche Zwischenr\u00e4ume, die zu einem Ort der Begegnung werden. Sie stehen f\u00fcr Koflers zeitlebens erkundeten Versuch, Sprachgrenzen zu \u00fcberwinden und die Differenzen zwischen den Sprachen f\u00fcr eine Erweiterung des eigenen poetischen Raumes zu nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist daher kein Zufall, dass ZeLT, das Europ\u00e4ische Zentrum f\u00fcr Literatur und \u00dcbersetzung, dessen Fokus sich auf den Austausch der Literaturen und Sprachen richtet, diesem \u201eWeltb\u00fcrger der Dichtkunst\u201c (Gerhard Jaschke) und seiner mehrsprachigen Schreibpraxis seine erste Sonderausstellung widmet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"704\" src=\"https:\/\/www.zelt-lab.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Wien-1986_c_Renate-von-Mangoldt-1-e1673022336235-1024x704.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3242\" srcset=\"https:\/\/www.zelt-lab.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Wien-1986_c_Renate-von-Mangoldt-1-e1673022336235-1024x704.png 1024w, https:\/\/www.zelt-lab.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Wien-1986_c_Renate-von-Mangoldt-1-e1673022336235-300x206.png 300w, https:\/\/www.zelt-lab.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Wien-1986_c_Renate-von-Mangoldt-1-e1673022336235-768x528.png 768w, https:\/\/www.zelt-lab.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Wien-1986_c_Renate-von-Mangoldt-1-e1673022336235.png 1368w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wien, 1986 \u00a9 Renate von Mangoldt<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die <strong>mehrsprachige Ausdrucksform von Gerhard Koflers Gedichten&nbsp;<\/strong>wird in&nbsp;der&nbsp;f\u00fcr&nbsp;die neue&nbsp;Stadtbibliothek Brixen interaktiv konzipierten Ausstellung mit unterschiedlichen Lesarten in Szene gesetzt. Anhand von&nbsp;<strong>ca. 80 Gedicht-Installationen, Audio- und Videostationen sowie Schauk\u00e4sten mit Materialien aus dem Nachlass<\/strong> wird an Gerhard Koflers reichhaltiges literarisches Erbe erinnert.&nbsp;Die Installationen und Schauk\u00e4sten finden sich entlang thematischer Schwerpunkte auf das gesamte Bibliotheksgeb\u00e4ude verteilt. Die Auseinandersetzung mit der&nbsp;Bibliotheksarchitektur und -ausstattung ist Teil des Dialogs, den diese Ausstellung ausgehend von den Gedichten Gerhard Koflers zu den Themen <strong>Schreiben, Lesen und \u00dcbersetzen von Gedichten<\/strong>&nbsp;ansto\u00dfen will.<br>&nbsp;<br>Die Ausstellung erfolgt <strong>in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Brenner-Archiv<\/strong> der Universit\u00e4t Innsbruck und ausgehend von Dokumenten aus dem Nachlass Gerhard Koflers, den das Land S\u00fcdtirol 2014 erworben und dem Brenner-Archiv \u00fcbergeben hat.&nbsp;Und in enger Zusammenarbeit mit der Witwe des Autors, Hannelore Kofler-Brugnolo.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kuratorinnen<\/strong>:&nbsp;Erika Wimmer Mazohl, Alma Vallazza, Maria Piok<br><strong>Ausstellungsgestaltung<\/strong>:&nbsp;Peter&nbsp;Karlhuber<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Er\u00f6ffnung<\/strong>: Samstag, 28.1.2023, 11 Uhr<br>Die Ausstellung kann bis 31. M\u00e4rz 2023 t\u00e4glich (au\u00dfer Sonntag) zu den \u00d6ffnungszeiten der Bibliothek (8.30 &#8211; 18.30) besucht werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Programmatischer Teil der Ausstellung&nbsp;ist eine <strong>Reihe von Veranstaltungen<\/strong>.&nbsp;Gerhard Koflers literarisches Verm\u00e4chtnis \u2013 seine mehrsprachige Poetik \u00fcber Grenzen hinweg \u2013&nbsp;soll&nbsp;neu&nbsp;beleuchtet,&nbsp;mit zeitgen\u00f6ssischen literarischen Tendenzen in Verbindung&nbsp;gebracht und einer breiten \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><u>Rahmenprogramm<\/u><\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Samstag, 28\/01, 11 Uhr<br><\/strong>Stadtbibliothek Brixen<br>AUSSTELLUNGSER\u00d6FFNUNG<strong><br><\/strong>Es sprechen:<strong>&nbsp;Armin Gatterer, Monika Leitner, Erika Wimmer Mazohl, Hannelore Kofler-Brugnolo<\/strong><br><strong>Special guest: Benno Simma&nbsp;<br><\/strong>POETISCHER LAERM<br>Mit:&nbsp;<strong>Benno Simma, Helga Plankensteiner, Michael L\u00f6sch<\/strong>&nbsp;u.a.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Samstag, 11\/02, 18 Uhr<br><\/strong>Stadtbibliothek Brixen<br><a href=\"https:\/\/www.zelt-lab.eu\/activities\/persoenliche-erinnerungen-und-lektueren\/\">PERS\u00d6NLICHE ERINNERUNGEN UND LEKT\u00dcREN<\/a><strong><br><\/strong>anl\u00e4sslich von Gerhard Koflers 74. Geburtstag<br>Mit:&nbsp;<strong>Furio Brugnolo, Sabine Gruber,&nbsp;Theresia Prammer, Kurt Neumann und Hans Heiss&nbsp;<br><\/strong>Moderation:&nbsp;<strong>Maria Piok<\/strong><br><em>freier Eintritt<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Dienstag, 21\/03, 20.30 Uhr<br><\/strong>Dekadenz Brixen<br><a href=\"https:\/\/www.zelt-lab.eu\/activities\/gedichtelesen\/\">GEDICHTELESEN<\/a><br>Lyriker*innen lesen eigene und Gedichte von Gerhard Kofler, in mehreren Sprachen und Mundarten<br>Mit:&nbsp;<strong>C.W. Bauer, Arno Dejaco, Federico Italiano, Sepp Mall, Gentiana Minga, Greta Maria Pichler, Barbara Pumh\u00f6sel, Nadia Rungger, Raoul Schrott, Peter Sragher, Matthias Vieider, Erika Wimmer Mazohl and J\u00f6rg Zemmler<br><\/strong><em>mit Eintritt<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mittwoch, 22\/03, 19 Uhr<br><\/strong>Stadtbibliothek Brixen<br><a href=\"https:\/\/www.zelt-lab.eu\/activities\/schreiben-uebersetzen-herausgeben\/\">SCHREIBEN \u00dcBERSETZEN HERAUSGEBEN<\/a><br>Mit:\u00a0<strong>Raoul Schrott, Federico Italiano, Giulia A. Disanto<\/strong><br>Moderation: <strong>Alma Vallazza<\/strong><br><em>freier Eintritt<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sowie<\/strong>:<br>&#8211;<strong>Zweisprachige Lyrikwerkst\u00e4tten<\/strong> f\u00fcr Schulen mit C.W. Bauer und Barbara Pumh\u00f6sel (20\/3 \u2013 24\/3\/23)<br>&#8211;<strong><a href=\"https:\/\/www.zelt-lab.eu\/activities\/rundgang-und-sprachbrocken\/\">Brixner literarische Stadtspazierg\u00e4nge<\/a><\/strong> auf den Spuren des Dichters Gerhard Kofler<br>(Freitag, 24. M\u00e4rz: 15 Uhr; Samstag, 25. M\u00e4rz: 10 und 15 Uhr; Dauer 2 Stunden)<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":32,"template":"","event-tag":[122,113,129,119,115],"class_list":["post-2981","events","type-events","status-publish","hentry","event-tag-ausstellung","event-tag-gespraech","event-tag-herstellen","event-tag-musik","event-tag-vorstellen"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.9 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>che leggendo si apra DIE BLAUE T\u00dcR DER VERSE - ZeLT<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.zelt-lab.eu\/de\/program\/che-leggendo-si-apra-die-blaue-tuer-der-verse\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"che leggendo si apra DIE BLAUE T\u00dcR DER VERSE - ZeLT\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Gerhard Kofler (*1949 in Bozen, \u2020 2005 in Wien) gilt als einer der wichtigsten Lyriker aus S\u00fcdtirol \u2013 nicht zuletzt deshalb, weil er den Gro\u00dfteil seiner Gedichte in zwei Sprachen verfasst hat. 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